Orscheler Sommer 2012
Die inoffizielle Seite zum Orscheler Sommer
Sommer Nachrichten
Fischerstechen 2011 beim Hessentag!
- 15.05.2011 16:02
Die Kunstgriff-Macher kommen dem Wunsch der Stadt Oberursel nach. Daher findet das Fischerstechen bereits am 16.Juni 2011 im Rahmen des Hessentags statt.
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- 29.06.2005 17:24
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- 1997 Juli
- Eine Million Raver können nicht irren
Can U Feel It? Um 14 Uhr dröhnt am Ernst-Reuter-Platz der initiale
Baßschlag. Der Erfinder der Love Parade, Dr. Motte, fordert seine
Jünger auf, den Tiergarten zu schonen: "Wer seinen Urin zurückhält,
tanzt um so schneller"
Berlin, wie es tanzt und lacht: Nach Wochen des Ringens um Route,
Randalefaktor und Politikfähigkeit der Love Parade ist die Hauptstadt im
Jahre 9 nach der Erfindung des größten neuzeitlichen Musikumzugs auf dem Weg
zu einem weiteren Höhepunkt in der friedlichen Nutzung der Rave-Energie. Der
Konflikt zwischen ravender und ruhebedürftiger Society ist zugunsten ersterer
entschieden, die brennende Urinfrage (wieviel Liter schluckt der Tiergarten?)
mit 672 Toilettencontainern notdürftig geklärt. Selbst die Berliner
Verkehrsbetriebe, das Jahr über als Bastion schnarrenden Preußentums
gefürchtet, haben für den Festtag den S-Bahnhof Tiergarten in "Rave Garden"
umbenannt. Bitte recht freundlich!
Friede, Freude, viel guter Wille und gar keine Eierkuchen lagen denn auch in
der Luft, als Dr. Motte symbolische 24 Stunden vor dem initialen Baßschlag
(heute um 14 Uhr am Ernst-Reuter-Platz) zur letzten Pressekonferenz lud. Er,
Motte, werde eigenhändig vorangehen, was den Schutz von Natur und Umwelt
angeht, und seinen Müll in die dafür vorgesehenen Behältnisse entsorgen,
sagte der Vater der Bewegung. Auch werde sein Urin in keinem Fall den
Tiergarten nässen, denn "wer ihn zurückhält, tanzt um so schneller". So,
fügte Motte hinzu, hätte Wolfgang Neuss sich ausgedrückt - und schien er uns
nicht zuzuzwinkern bei diesem Bonmot?
Der Berliner als solcher jedenfalls hat die Love Parade längst ins Repertoire
klassischer Volksvergnügungen aufgenommen: Die Politiker, weil 1.000.000
Tänzer sich nicht irren können, der Passant, weil Dabeisein alles ist. Selbst
die radikale Linke, die eine "Hate Parade" angekündigt hat, gab sich kurz vor
Schluß dialektisch. "Die Love Parade", heißt es im Pamphlet eines "DJ Kalle",
"ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie
sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes. Man muß
diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen
ihre eigene Melodie vorspielt." Can U Feel It? Thomas Groß
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T970712.13 TAZ Nr. 5276 Seite 1 vom 12.07.1997
52 Zeilen von TAZ-Bericht Thomas Groß
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