Orscheler Sommer 2012
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Sommer Nachrichten
Fischerstechen 2011 beim Hessentag!
- 15.05.2011 16:02
Die Kunstgriff-Macher kommen dem Wunsch der Stadt Oberursel nach. Daher findet das Fischerstechen bereits am 16.Juni 2011 im Rahmen des Hessentags statt.
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- 29.06.2005 17:24
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- 1990 März
- "Es ist zum Heulen"
Prominente Berliner Stimmen zum überraschenden Ausgang der DDR-Wahl
Johannes Agnoli, FU-Professor: Es stimmt nicht, daß in der DDR zum erstenmal
frei gewählt worden ist. Richtig ist, daß es die erste frei manipulierte Wahl
gewesen ist. Früher wurden die Wahlen zwangsmanipuliert, jetzt freiwillig vom
Westkapital. Froh bin ich aber, daß die PDS drittstärkste Partei geworden
ist. Mich interessiert dabei weder der Stalinismus, noch der Stasinismus,
sondern allein, daß mit der PDS eine starke Oppositionspolitik möglich ist.
Gysi und Modrow sind sehr integre Leute, ich vertraue ihnen. Es gibt
Parallelen zur Französischen Revolution. Auch in der DDR hat die Revolution
französisch begonnen, die Bewegung von unten ist zu vergleichen mit den
Sanscoulotten. Übersprungen wurde die jakobinische Phase, gewonnen hat aber
auch in der DDR der Thermidor, das heißt die Volksbewegung wurde entmachtet
durch die Parteien des Kapitals.
Harald Juhnke, Schauspieler: Die Ursache für die Wahlniederlage der SPD ist,
daß sie zuviel mit dem Sozialismus gewunken haben. Die Leute haben die
Schnauze voll davon. Wichtig und gut ist es jetzt, daß viele Parteien mit
sehr unterschiedlichen Meinungen im Parlament vertreten sind. Desto schneller
ist der Weg zu einem demokratischen Land möglich.
Anna Elmiger, Vorsitzende der Humanistischen Union: Es ist zum heulen.
Einerseits kann ich es mir erklären, weil die Leute einfach keine Geduld mehr
haben. Andererseits verstehe ich nicht, daß sie einer ehemaligen Blockpartei
wie der CDU glauben. Davon abgesehen, ist die Frauenfrage völlig unter dem
Tisch gekehrt. Die Ellenbogenstarken sind gewählt worden. Es war ein
unverschämter Wahlkampf seitens der CDU und Kohl trat im Fernsehen eben schon
auf wie ein gesamtdeutscher Kanzler. Schon absurd, wie eine deutsche
Revolution endet.
Christian Ströbele, Rechtsanwalt und ALer: Der Wahlausgang ist ein ungeheurer
Schock. Die haben die sofortige und schnelle D-Mark gewählt, die sie leider
nicht so schnell kriegen werden. Im Süden der Republik herrschen jetzt
bayerische und preusische Verhältnisse in einem - eine absurde Mischung.
Manfred Foede, Berliner Landesvorsitzender der IG-Metall: Ich bin überzeugt,
daß die Bürger, nicht die Parteien und die Ideologien gewählt haben, sondern
ausschließlich Wiedervereinigung, Währungsunion und Wirtschaftswachstum. Sie
haben dabei aber nicht gemerkt, daß von einer Sozialunion nicht die Rede war.
aku/anb
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T900319.162 TAZ-BERLIN Nr. 3061 Seite 21 vom 19.03.1990
73 Zeilen von TAZ-Bericht aku/anb
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