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Orscheler Sommer 2010

Die inoffizielle Seite zum Orscheler Sommer

Orscheler Sommer - Wie alles begann



Eine kleine Abhandlung über die Anfänge vom Orscheler Sommer. Könnt Ihr Euch noch an so legendäre Veranstaltungen wie "Stefan's Kult-Frühschoppen" oder "Taunus-Alpin" erinnern? Schaut mal in unser Archiv.

Initiator des Orscheler Sommer war der 1985 gegründete Verein Kunstgriff e.V. In diesem Jahr begann der Verein, erste kulturpolitische Akzente zu setzen. Zu dieser Zeit gab es weder finanzielle Zuwendungen aus dem Kulturetat der Stadt Oberursel noch die Unterstützung durch örtliche Sponsoren.

Eine Fußgängerallye und ein Konzert mit dem Frankfurter Bluesgitarristen Bernhard Dill auf dem Rathausplatz waren die ersten Veranstaltungen im Orscheler Sommer. Für dieses Konzert wurden die Treppen zum Stadthallenrestaurant als Bühne genutzt. Die Getränke wurden im Jürgen Ponto Brunnen eher schlecht als recht gekühlt. Zweihundert Besucher bildeten die Kulisse für das erste Konzert im Orscheler Sommer überhaupt.

1986 entschloß sich der Jugendring zum Einstieg in das Programm Orscheler Sommer. Da der der Jugendring über einen eigenen Veranstaltungsetat verfügte, konnte das Programm erstmals erweitert werden. Bis 1985 veranstaltete der Jugendring jährliche Open-Air-Konzerte auf der Rolls-Royce-Wiese oder auf der Bleiche. Rückläufige Besucherzahlen und ein hoher organistorischer Aufwand veranlassten ihn 1985 diese zur Tradition gewordene Musikveranstaltung nicht mehr fortzuführen.



Eine Kooperation mit dem Kunstgriff e.V. in Sachen Kulturveranstaltungen war naheliegend. Allerdings mußte gegenüber den städtischen Behörden umfassende Überzeugungsarbeit geleistet werden, bis alle erforderlichen ordnungsrechtlichen Genehmigungen erteilt waren. So teilte damals das Liegenschaftsamt der Stadt einem völlig verdutzen Jugendringgeschäftsführer mit, man könne für den Rathausplatz auch Miete verlangen! Es erforderte viel Kraft und Ausdauer bis sämtliche Bedenken der Kulturbeamten zerstreut werden konnten. Doch im Juli 1986 war es vollbracht. Einer Anfangs skeptischen, später mehr und mehr interessierten Oberurseler Öffentlichkeit konnte erstmals ein umfangreicheres Programm präsentiert werden!

Konzerte, Jazzfrühschoppen, Fischerstechen und Open-Air-Kinovorführungen sind im neuen Jahrtausend die Programmschwerpunkte. Zwischenzeitlich gab es immer wieder einmal völlig neue Programmideen. 1987 wurden unter der Leitung von Klaus D. Sommer gemeinsam mit dem Taunusklub von 1878 die Taunusgipfel gestürmt. Es gab Fußballturniere, Panther-Discos, Kultfrühschoppen und vieles mehr.



1997 dachte man sich in Oberursel: Was Berlin kann, können wir schon lange! Resultat dieses Denkprozesses war die "Laafparade" durch die Innenstadt, veranstaltet von der KJG St. Ursula. Der Kunstgriff e.V. und der Jugendring Oberursel sind Veranstalter dieses Programms. Wir sind es nicht! Wir gestalten lediglich diese Seite. Trotzdem gilt: Der Orscheler Sommer ist die Summe vieler einzelner Teile und der Arbeit vieler Engagierter aus den verschiedensten Zusammenhängen - nur gemeinsam ist ein solcher Veranstaltungsmarathon durchzuführen und über die Jahre aufrechtzuerhalten. Und das ist auch gut so! Und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Zeitungsartikel
oben: erster Bericht über die Planung eines Sommerkulturprogramms, Juli 1985
mitte: Bericht über das Konzert mit Bernhard Dill, August 1985
unten: JR-Chef Dirk Kalthoff in Diskussion mit Polizeibeamten, nachdem diese von Bürgern wg. Lärmbelästigung alamiert wurden, Sommer 1993
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